WILLKOMMEN BEIM NABU HUNDSANGEN

Für Mensch und Natur

Veranstaltungen im November:


NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald in Zusammenarbeit mit Greenpeace e.V. präsentiert:

An den Rändern des Horizonts - Eine Reise zu den indigenen Gemeinschaften und verborgenen Schönheiten unserer Erde.

Von Naturfotograf Markus Mauthe am Mittwoch 20. November, 19:30 - 22:00 Uhr

Veranstalter: NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald in Zusammenarbeit mit Greenpeace e.V.
Leitung:
Naturfotograf Markus Mauthe

Veranstaltungsort: 56581 Kurtscheid, Wiedhöhenhalle, Schulstraße

Teilnahmebeitrag: kostenfrei, über eine Spende freuen wir uns sehr.

Info: NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald, 02602-970133, info@nabu-westerwald.de

Seit 30 Jahren bereist der Naturfotograf Markus Mauthe die letzten Winkel der Erde fernab bekannter Reiserouten. Für sein neues Projekt machte er sich auf die Suche nach Menschen, die abseits unserer modernen Welt noch nahe an den Wurzeln ihrer indigenen Kulturen leben. Das Ergebnis dieser Expeditionen ist eine einzigartige multimediale Live-Show mit packenden Bildern, die einen spannenden Ausschnitt der kulturellen und ökologischen Vielfalt unseres Planeten zeigt.

Alle Fotos: Markus Mauthe
Alle Fotos: Markus Mauthe


Ein Eldorado für Zugvögel

Retten Sie ein Vogelparadies in Rheinland-Pfalz!

Mit ihren flachen und fischreichen Gewässern, artenreichen Feuchtgebieten und Sumpfflächen ist die Seenplatte im Westerwald ein Eldorado für Vögel. Zwergtaucher und Rothalstaucher, Reiherente und Tafelente, Wasserralle und Teichrohrsänger – die Vielfalt der hier brütenden Wasservögel ist immens. Auch Schwarzstorch, Fischadler, Eisvogel und Silberreiher schätzen das reiche Nahrungsangebot der Weiher. Jetzt im Herbst rasten zudem Hunderte Zugvögel an den Gewässern, darunter Alpenstrandläufer oder Flussregenpfeifer.


In der Westerwälder Seenplatte wollen wir sieben Gewässer für die Vogelwelt bewahren.

In diesem Herbst bietet sich für die Natur eine ganz besondere Gelegenheit: In der Westerwälder Seenplatte stehen sieben Gewässer mit einer Größe von insgesamt 228 Hektar zum Verkauf. Wir als NABU-Stiftung wollen die europaweit bedeutsamen Gewässer kaufen und dauerhaft bewahren. Denn nur als Eigentümerin können wir den Wasserstand künftig so steuern, dass die Brutvögel sichere Nistplätze in den Gewässern finden und zur Zugzeit die Schlammflächen für die hungrigen Watvögel frei liegen. In Stiftungsobhut werden wir außerdem eine umfangreiche Gewässersanierung ermöglichen, die für die langfristige Bewahrung der Weiher notwendig ist. 

Trotz umfangreicher Förderungen müssen wir für den Kauf in diesem Herbst die große Summe von rund 138.000 Euro aufbringen. Bitte helfen Sie uns dabei mit einer Spende!


Herbstlicher Vogelzug am Wiesensee erlebt –

Gemeinschaftsveranstaltung der NABU Gruppen in der Region Rhein-Westerwald stieß auf großes Interesse. Der SWR berichtete.

Wiesensee am 6.10.2019


Leitung: Georg Fahl, Meudt-Eisen (in Zusammenarbeit  mit NABU und GNOR)

 

Weltweit zieht im Herbst und Frühjahr ein Teil der Vögel in südliche Gefilde und im Frühjahr,wenn es wieder wärmer wird, kommen sie zur Brut in geeignete Lebensräume zurück. 

 

Ganz bekannt sind hier unsere Weiß- und Schwarzstörche, die vielfach sogar in Folgejahrenmit der Partnerin im gleichen Nest brüten. Das haben erst die Beringungen von Vogelkundlern gezeigt

 

Der Referent der am 06.10. durchgeführten Zugvogelexkursion Georg Fahl aus Meudt-Eisen, beringt an geeigneten Stellen im Westerwald über viele Jahrzehnte ZugvögelDie Daten der Beringungen und Wiederfunde werden an Vogelschutz-Institute weitergeleitetHat man nun Wiederfunde beringter Vögel aus mehreren Jahren und Ländern, so kann man die Zugwege dieser Arten auswerten. Damit befassen sich Ornithologen u.a. an Universitäten oder Vogelschutzstationen weltweit. Ganz bekannt sind bei uns die Vogelschutzstationen an der Nordsee oder auf Helgoland. Der Vogelzug befasst sich aber nicht nur mit den Meeres-, Küsten- oder Feuchtwiesen-Vogelarten, sondern auch mit anderen Arten.

Im Westerwald sind v.a. die Westerwälder Seenplatte, der Wiesensee oder dieKrombachtalsperre als Rastgebiete bedeutsam. Der Wiesensee bei Westerburg ist bekannt für viele durchziehende VogelartenTop Zug- oder Rast- Gebiete sind aufgrund ihrer Größe Gewässer mit geringer Tiefe, da sie hier auch die Möglichkeit der Übernachtung für Schreitvögel wie Kraniche und Reiher bieten.

Der Durchzug beginnt vor allem im Oktober und der Rückzug wieder ab März und April, je nach Wetterlage und Vogelart.

Viele Naturschutzorganisationen engagieren sich für den Vogelschutz und hier insbesondere auch für weit ziehende auch nordische Arten. Besonders bekannt sind Gänse, Enten, Kraniche oder Limikolen (Feuchtwiesenvögel). 

Um diese Zugvögel zu erhalten ist es erforderlich Rast- und Ruhegebiete anzulegenzu schützen und die Jagd für einen Teil von Arten einzuschränken oder auch ganz auszuschließen. Die Naturschutzverwaltung, der NABU, BUND, WWF und die GNOR versuchen daher Teile der Landschaften mit besonderer Bedeutung für Zugvögel zu sichern und zu erhalten, d.h. deren Bewirtschaftung in bestimmten Monaten einzuschränken oder auszuschließen.

Der Wiesensee war bis vor 40 Jahren ein Feuchtwiesengebiet mit Bruten von Bekassine, Braunkehlchen, Wiesenpieper und WachtelkönigMit Aufstauung zu einem Freizeitsee ist der größte Teil der naturschutzwürdigen Fauna und Flora nur noch an Randzonen erhalten geblieben.

In der Mediathek kann man sich den Sendebericht des SWR zur Zugvogelexkursion des NABU unter SWR Aktuell vom 06.10.2019 – Vogelzug und Klimawandel – anschauen.


Fotos: Peter Fasel


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Vom NABU Bundesverband

NABU wählt Feldlerche zum Vogel des Jahres 2019

Typischer Agrarvogel im Sinkflug – Mitmach-Aktion „Meine 114 Euro“ startet

 

Mainz – Der NABU hat die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbindet der Verband die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft. Damit kürte der NABU die Feldlerche zum zweiten Mal zum „Vogel des Jahres“ nach 1998.

 

„Diese Ehre wurde bisher nur wenigen Vögeln zuteil. Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug, um die Art zu retten. Denn der alarmierende Rückgang bei den Beständen dieses ehemaligen Allerweltsvogels setzte sich fort“, sagt Ann-Sybil Kuckuk, Naturschutzreferentin des NABU Rheinland-Pfalz. „Nur noch wenige kennen und hören den Gesang der Feldlerche am Himmel. Intensivkulturen mit Wintergetreide, Mais und Raps, fehlende Brachflächen und der Rückgang von Insekten verringern ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage“, so Kuckuk.

 

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU fordert deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern. Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden Euro Agrarsubventionen überwiegend als pauschale Flächenprämien an Landwirte. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Diese Gelder müssen künftig statt in Massenproduktion gezielt für eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden, um Arten wie die Feldlerche zu retten. Bisher haben sich jedoch weder die Bundeskanzlerin noch ihre Agrarministerin Julia Klöckner am Verhandlungstisch in Brüssel klar dazu bekannt. Die Feldlerche – und mit ihr unsere ländlichen Lebensräume mit ihrer ganzen Artenvielfalt – haben jedoch nur eine Chance, wenn die Bundesregierung auf EU-Ebene die Weichen der Agrarpolitik richtig stellt.

 

NABU ruft bei der Mitmach-Aktion „Meine 114 Euro“ Bürgerinnen und Bürgern auf unter www.NeueAgrarpolitik.eu ihre Wünsche an eine Agrarreform EU-Parlamentariern aus ihrem Wahlkreis zu übermitteln und so zur Rettung der Feldlerche und anderer Feldvögel beizutragen.

 

Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug. Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Zwischen 1990 und 2015 gab es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent, wie offizielle Monitoringdaten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten belegen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist die Feldlerche bereits völlig verschwunden. Ein Bild, das sich so auch in Rheinland-Pfalz wiederspiegelt: hier ist der Jahresvogel mit 70.000-120.000 Brutpaaren ebenfalls noch häufig vertreten. Da seine Bestände aber im gleichen Maße abnehmen wie bundesweit, gilt er auch hier als gefährdet.

 

Die Nahrung der Feldlerche ist abhängig von den Jahreszeiten. In den kalten Monaten begnügt sie sich mit Pflanzenteilen und Sämereien. Im Frühling kommen Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere dazu, die besonders für den Feldlerchen-Nachwuchs ein wichtiges  Kraftfutter sind.

 

Die Feldlerche kann in der heutigen Agrarlandschaft wegen der schnell und dicht aufwachsenden großflächigen Intensivkulturen oft nur noch eine Brut aufziehen. Wo auf riesigen Flächen nur noch undurchdringbares Wintergetreide, Raps oder Mais wachsen, fallen die überlebenswichtigen zweiten und dritten Bruten aus. Wenn die Lerchen deswegen auf die vegetationsfreien Fahrspuren im Feld ausweichen, werden sie häufig Opfer von Nesträubern oder von Maschinen überrollt. Heute fehlt meist die Auflockerung der Landschaft durch Brachen, Sommergetreide oder extensiv genutztes Grünland, wo die Vögel auch im späten Frühjahr noch brüten könnten. Hielten sich 1990 noch Brach- und Maisanbauflächen die Waage, gab es 2010 bereits zwanzig Mal mehr Maisflächen. Auch in Überwinterungsgebieten des Zugvogels haben sich die Nahrungsbedingungen für die Feldlerche durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert.

 

Der Feldlerche hilft dann auch ihre perfekte Tarnung nicht mehr. Mit nur 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie im Stoppelfeld gut getarnt. Ihr einziger Schmuck besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleine Federhaube.

 

Unsere Ohren nehmen Feldlerchen eher wahr als die Augen. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind. Ihr scheinbar endlos tirilierender Gesang bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. War es früher oft unmöglich, aus diesem Geräuschteppich einen einzelnen Vogel herauszuhören, ist es heute eine Freude, überhaupt eine Lerche zu hören. In manchen Gegenden ist der Himmel über den Feldern sogar bereits stumm.

Die Farbbroschüre „Vogel des Jahres 2019 – Die Feldlerche“ (Art. Nr.: 2527), DIN A5, 44 Seiten gibt es im NABU-Shop unter www.NABU-shop.de sowie unter www.lbv-shop.de

 

NAJU-Gruppe Hundsangen sucht Projektleiter und Betreuer

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an Marcel Weidenfeller, Tel.: 06435 / 408351 oder

Wir stellen unser Projekt vor: Lebensraum Dorf – Vielfalt sorgt für Vielfalt

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