WILLKOMMEN BEIM NABU HUNDSANGEN

Für Mensch und Natur

Veranstaltungen im Dezember:


Waldweihnacht für Tiere - Rückblick 7.12.2019

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Will und Lieselott Masgeik-Stiftung Molsberg

Passend zur Adventszeit fand in Hundsangen eine Waldweihnacht für Tiere statt, zu der die Ortsgruppe NABU Hundsangen zusammen mit der Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg eingeladen hatte. Begrüßt vom stellvertretenden Vorsitzenden Marcel Weidenfeller des NABU Hundsangen und geleitet vom Naturschutz-referenten der Stiftung Philipp Schiefenhövel machten sich über 50 junge und erwachsene Besucher auf den Weg zum Lagerfeuerplatz am Ölberg oberhalb von Hundsangen, um einen besinnlichen Nachmittag im Wald zu verbringen. Auf dem Weg zum Lagerfeuerplatz entdeckte die Gruppe ein Fuchsbau sowie ein paar Fraßspuren von Rehen und mit den Beobachtungen von verschiedenen Vögeln, wie Grünspecht, Ringeltaube, Amsel und Co stimmte Philipp Schiefenhövel die Teilnehmer auf die Waldweihnacht für die Tiere des Waldes ein. Auf einer Streuobstwiese sangen die Teilnehmer das Lied der „Zwei kleinen Wölfe, die im Wald spazieren gehen!“ als Kanon, womit ein weiterer möglicher Waldbewohner besungen wurde. Am Lagerfeuerplatz angekommen wurde den Tieren des Waldes ein Weihnachtsbaum mit Hirse, Apfelringen, Möhren, Walnüssen und Fettfutter geschmückt. Der Baum soll bis zum Ende des Jahres stehen bleiben, so dass die Tiere sich in Ruhe an den Leckereien bedienen können. Im Hintergrund des Baumes loderte bereits das große Lagerfeuer, in dem der Naturschutzreferent die Bratäpfel gab, bevor er sich mit der Gruppe zu einer kleinen Erzählung rund um den Grillplatz aufmachte. Unter großen Rotbuchen las er den Teilnehmern bei Kerzenschein die Geschichte von „Wanja“ vor, „bei dem es in der Nacht klopfte“. Zurück am Grillplatz wurde der Nachmittag schließlich bei einem warmen Apfelsaft und selbst gemachten Stockbrot beendet. Es war ein schöner und gemütlicher Nachmittag mitten in der Natur, für den sich die Teilnehmer beim NABU und der Stiftung für die tolle Organisation und Durchführung der besinnlichen Waldweihnacht für die Tiere bedankten.

(Philipp Schiefenhövel, Will und Lieselott Masgeik-Stiftung)

Fotos: Martin Dietz

Zehn sinnvolle Geschenkideen zu Weihnachten vom NABU

Ganz egal, ob Sie weit im Voraus planen und deshalb schon Anfang Dezember alle Geschenke beisammen haben wollen oder in letzter Minute noch Ideen suchen: Für jeden Verschenke-Typ hat der NABU ökologische Geschenkideen zusammengestellt, von Kleinigkeiten über Selbstgemachtes bis zu Last-Minute-Geschenktipps.

NABU-Stiftung kauft Gewässer der Westerwälder Seenplatte

Foto: Marcel Weidenfeller
Foto: Marcel Weidenfeller

Sieben Seen dauerhaft für die Natur und die Region gesichert

Steinebach an der Wied/Berlin, Mittwoch 20.11.2019

 

Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe hat die sieben Seen der Westerwälder Seenplatte bei Dreifelden erworben. Insgesamt 228 Hektar Gewässer und Ufersaum konnten so dauerhaft für die Natur und für die Region gesichert werden.
Entstanden im 17. Jahrhundert, dienten die sieben Weiher ursprünglich der Karpfenzucht. Heute ist die Westerwälder Seenplatte Heimat vieler teils seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und ein europaweit bedeutsamer Rastplatz für zahlreiche Zugvögel. Zu den Brutvogelarten der Seenplatte gehören z. B. Zwergtaucher, Rothalstaucher, Wasserralle und Teichrohrsänger. Auf dem Vogelzug rasten und fressen Watvögel wie Bekassine und Alpenstrandläufer auf den Schlammflächen an den Rändern der Gewässer. „Mit dem Kauf der Westerwälder Seen möchten wir die Gewässer für eine beeindruckende Vielfalt an Wasservögeln und Zugvögeln dauerhaft bewahren“, so Christian Unselt, Vorsitzender der NABU-Stiftung bei der heutigen Vorstellung des Flächenkaufs. Möglichkeiten des naturbezogenen Tourismus und des Naturerlebens sollen bei der Gewässerentwicklung Berücksichtigung finden. Ganz im Sinne des NABU-Slogans "Für Mensch und Natur" werde sich die NABU-Stiftung darum bemühen, die Menschen und Besucher der Region in den Schutz der Natur einzubinden.
Der Flächenkauf durch die NABU-Stiftung mit Hilfe von Fördergeldern ist der erste Schritt bei der Flächenentwicklung, die sich aus verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammensetzen wird. So werden die notwendigen wasserbaulichen Maßnahmen zum Erhalt der Gewässer sowie die Aufwertungen von Lebensräumen in enger Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord umgesetzt. Für die Erarbeitung eines Maßnahmenpaketes zur Umweltbildung und zur Entwicklung eines naturnahen, nachhaltigen Tourismus wird die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zusammen mit dem NABU Rheinland-Pfalz einen Dialog mit Naturschützern, Kommunen und Anbietern touristischer Angebote beginnen.
„Aus Sicht des NABU Rheinland-Pfalz ist der Erwerb der Westerwälder Seen durch die NABU-Stiftung einer der größten Erfolge im Naturschutz des rechtsrheinischen Rheinland-Pfalz der letzten Jahrzehnte“, so Cosima Lindemann, Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz. Zusammen mit seinen NABU-Gruppen in der Region und den vielen ehrenamtlich engagierten NABU-Mitgliedern vor Ort freut sich der NABU Rheinland-Pfalz über das Engagement der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zum Schutz und Erhalt dieses Eldorados für Vögel im Westerwald. Im Besitz der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe befinden sich bundesweit mittlerweile über 20.300 Hektar Fläche.

 

Mehr Informationen:

Zu weiteren Fragen aktualisieren wir unsere Informationen auf der Homepage unserer Regionalstelle. Bitte folgen Sie dem Link/Button. Danke.



Spenden für die WW-Seenplatte.

Trotz umfangreicher Förderungen muss die NABU-Stiftung für den Kauf die große Summe von rund 138.000 Euro aufbringen. Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses wichtige Naturschutzprojekt mit Ihrer Spende an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe unterstützen würden

Foto: Marcel Weidenfeller
Foto: Marcel Weidenfeller

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Vom NABU Bundesverband

NABU wählt Feldlerche zum Vogel des Jahres 2019

Typischer Agrarvogel im Sinkflug – Mitmach-Aktion „Meine 114 Euro“ startet

 

Mainz – Der NABU hat die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbindet der Verband die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft. Damit kürte der NABU die Feldlerche zum zweiten Mal zum „Vogel des Jahres“ nach 1998.

 

„Diese Ehre wurde bisher nur wenigen Vögeln zuteil. Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug, um die Art zu retten. Denn der alarmierende Rückgang bei den Beständen dieses ehemaligen Allerweltsvogels setzte sich fort“, sagt Ann-Sybil Kuckuk, Naturschutzreferentin des NABU Rheinland-Pfalz. „Nur noch wenige kennen und hören den Gesang der Feldlerche am Himmel. Intensivkulturen mit Wintergetreide, Mais und Raps, fehlende Brachflächen und der Rückgang von Insekten verringern ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage“, so Kuckuk.

 

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU fordert deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern. Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden Euro Agrarsubventionen überwiegend als pauschale Flächenprämien an Landwirte. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Diese Gelder müssen künftig statt in Massenproduktion gezielt für eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden, um Arten wie die Feldlerche zu retten. Bisher haben sich jedoch weder die Bundeskanzlerin noch ihre Agrarministerin Julia Klöckner am Verhandlungstisch in Brüssel klar dazu bekannt. Die Feldlerche – und mit ihr unsere ländlichen Lebensräume mit ihrer ganzen Artenvielfalt – haben jedoch nur eine Chance, wenn die Bundesregierung auf EU-Ebene die Weichen der Agrarpolitik richtig stellt.

 

NABU ruft bei der Mitmach-Aktion „Meine 114 Euro“ Bürgerinnen und Bürgern auf unter www.NeueAgrarpolitik.eu ihre Wünsche an eine Agrarreform EU-Parlamentariern aus ihrem Wahlkreis zu übermitteln und so zur Rettung der Feldlerche und anderer Feldvögel beizutragen.

 

Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug. Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Zwischen 1990 und 2015 gab es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent, wie offizielle Monitoringdaten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten belegen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist die Feldlerche bereits völlig verschwunden. Ein Bild, das sich so auch in Rheinland-Pfalz wiederspiegelt: hier ist der Jahresvogel mit 70.000-120.000 Brutpaaren ebenfalls noch häufig vertreten. Da seine Bestände aber im gleichen Maße abnehmen wie bundesweit, gilt er auch hier als gefährdet.

 

Die Nahrung der Feldlerche ist abhängig von den Jahreszeiten. In den kalten Monaten begnügt sie sich mit Pflanzenteilen und Sämereien. Im Frühling kommen Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere dazu, die besonders für den Feldlerchen-Nachwuchs ein wichtiges  Kraftfutter sind.

 

Die Feldlerche kann in der heutigen Agrarlandschaft wegen der schnell und dicht aufwachsenden großflächigen Intensivkulturen oft nur noch eine Brut aufziehen. Wo auf riesigen Flächen nur noch undurchdringbares Wintergetreide, Raps oder Mais wachsen, fallen die überlebenswichtigen zweiten und dritten Bruten aus. Wenn die Lerchen deswegen auf die vegetationsfreien Fahrspuren im Feld ausweichen, werden sie häufig Opfer von Nesträubern oder von Maschinen überrollt. Heute fehlt meist die Auflockerung der Landschaft durch Brachen, Sommergetreide oder extensiv genutztes Grünland, wo die Vögel auch im späten Frühjahr noch brüten könnten. Hielten sich 1990 noch Brach- und Maisanbauflächen die Waage, gab es 2010 bereits zwanzig Mal mehr Maisflächen. Auch in Überwinterungsgebieten des Zugvogels haben sich die Nahrungsbedingungen für die Feldlerche durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert.

 

Der Feldlerche hilft dann auch ihre perfekte Tarnung nicht mehr. Mit nur 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie im Stoppelfeld gut getarnt. Ihr einziger Schmuck besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleine Federhaube.

 

Unsere Ohren nehmen Feldlerchen eher wahr als die Augen. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind. Ihr scheinbar endlos tirilierender Gesang bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. War es früher oft unmöglich, aus diesem Geräuschteppich einen einzelnen Vogel herauszuhören, ist es heute eine Freude, überhaupt eine Lerche zu hören. In manchen Gegenden ist der Himmel über den Feldern sogar bereits stumm.

Die Farbbroschüre „Vogel des Jahres 2019 – Die Feldlerche“ (Art. Nr.: 2527), DIN A5, 44 Seiten gibt es im NABU-Shop unter www.NABU-shop.de sowie unter www.lbv-shop.de

 

NAJU-Gruppe Hundsangen sucht Projektleiter und Betreuer

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an Marcel Weidenfeller, Tel.: 06435 / 408351 oder

Wir stellen unser Projekt vor: Lebensraum Dorf – Vielfalt sorgt für Vielfalt

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Vielfalt sorgt für Vielfalt - Bewerben sie sich jetzt für 2020