Willkommen beim NABU Hundsangen

Für Mensch und Natur

Veranstaltungstipps für September:

Gemeinschaftsveranstaltung am 29.09.2018

Vom NABU Bundesverband

Wespensommer

Das Marmeladenbrötchen auf der Terrasse zieht sie an wie ein Magnet. Auch Wurst und Käse gehören zu Leibspeisen, die sie sich hartnäckig erkämpfen. Die Rede ist von Wespen, die offenbar nur dazu da sind, um uns zu nerven und die Lust am sommerlichen Picknick zu verderben. Oder haben diese Tiere tatsächlich eine Daseinsberechtigung?

Gemeine Wespe - Foto: Marcel Weidenfeller
Gemeine Wespe - Foto: Marcel Weidenfeller
Gemeine Wespe und Fliege am Frühstücksschinken - Foto: Martin Dietz
Gemeine Wespe und Fliege am Frühstücksschinken - Foto: Martin Dietz

Das gemütliche Frühstück auf der Terrasse kann zu einem echten Horror werden. Gerade in heißen und trockenen Sommern schwirren nämlich zahlreiche Wespen umher und kämpfen um ihr Vorrecht auf Wurst, Käse und Süßes. Das nervt nicht nur, sondern kann auch gefährlich werden – etwa wenn die Plagegeister stechen.

 

"Wozu sind die eigentlich gut?", fragt man sich in solchen Situationen. Während Bienen wenigstens fleißig Pflanzen bestäuben und Honig produzieren, haben Wespen anscheinend nichts Besseres zu tun, als uns das Leben schwer zu machen.

 

Zugegeben: Die Wespe hat ein kleines Image-Problem. Deshalb sollte man wissen, dass nicht alle Wespen Nervtöter sind. Dem Menschen nähern sich vor allem die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Das sind aber nur zwei von insgesamt acht Arten, die in Deutschland umherschwirren.

 

Die übrigen sechs Arten trinken lieber den Nektar der Blüten und bestäuben Obstbäume, Sträucher und andere Pflanzen. Sie haben somit einige Gemeinsamkeiten mit den geliebten Bienchen.

 

Auch die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe wären prinzipiell harmlos und eigentlich sogar Vegetarier. Wäre da nicht ihr Nachwuchs: Fleisch brauchen diese Wespenarten nämlich nur, um ihre Brut großzuziehen - alles nur zum Wohl der Kinder

 

Bei Wurstplatte, Grillsteak und Co. handelt es sich um besonders eiweißreiches Futter. Das finden Wespen richtig gut – ebenso wie sie andere Insekten mögen. Fliegen, Blattläuse, Raupen und Spinnen, aber auch Baumschädlinge stehen ebenfalls auf dem Speiseplan.

 

Selbst ein kleiner Wespenstaat kann täglich bis zu 3.000 Insekten und Spinnen vertilgen. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil in der Nahrungskette und sorgen für ein ökologisches Gleichgewicht.

 

Ist die Brut ausgewachsen, brauchen die Wespen vor allem Energie und suchen daher süße Nahrung. Diese besteht aber nicht nur aus Zwetschgenkuchen und Marmeladenbrötchen, sondern überwiegend aus Nektar und Pflanzensäften. Hauptaufgabe der Wespen ist also durchaus das Bestäuben, nicht das Ärgern von Menschen.

 

Für den Menschen interessieren sie sich, abgesehen von dessen Nahrung, ohnehin wenig. Nur wenn sie aggressiv gemacht oder gequetscht werden, gehen Wespen zum Angriff über und stechen -  nachvollziehbar.

 

Gemeine Wespe - Foto: Martin Dietz
Gemeine Wespe - Foto: Martin Dietz

30 Jahre NABU Hundsangen - 30-Jahr-Feier begeistert mit tollen Vorträgen

Hundsangen, vom Samstag, 11. August 2018

 

Bei bestem Wetter feierte der Naturschutzbund (NABU) Hundsangen am 11.8.2018 sein 30-jähriges Bestehen. Die historische „Eidts-Fritze-Schauer“ in Hundsangen war passende Kulisse für die Naturfreunde aus der Verbandsgemeinde Wallmerod, die Referenten sowie Ehrengäste. Hierzu zählte auch die NABU-Vorsitzende Cosima Lindemann und weitere Vereinsvorsitzende und Repräsentanten aus dem rheinland-pfälzischen und hessischen Westerwald sowie befreundete Naturschutzgruppen,-verbände und Stiftungen.

 

In einem Rückblick mit Bildern zeigte Peter Fasel eine Bilanz ausgewählter Projekte und Entwicklungen der letzten 3 Jahrzehnte. Mit Hilfe der Grundeigentümer oder Fördermittel der Unteren Naturschutzbehörde wurden über 400 hochstämmige Obstbäume sowie über 1500m Feldhecken angelegt, die zum überwiegenden Teil bereits wieder gepflegt worden sind. Die Pflege der Feldgehölze sowie der Obstbaumschnitt soll auch zukünftig ein Schwerpunkt bleiben. Landwirte und Grundeigentümer werden bei besonders geschützten Arten und in Schutzgebieten über Förderungen beraten. Eine gute Akzeptanz trotz allgemeinem Rückgang unserer Rauch- und Mehlschwalben sowie unserer Eulen hat die Zusammenarbeit mit den Landwirten ergeben. Lokal konnte der Bestand gestützt und sogar gefördert werden. In unseren Schulen oder Kindergärten war Leander Hoffmann besonders aktiv durch die Anleitung zum Bau von Nisthilfen für Vogelarten und Wildbienen.

 

Der stellvertretende Vorsitzende Marcel Weidenfeller stellte Vereinsmitglieder und weitere Aktive im Einsatz vor. Martin Dietz und Marcel Weidenfeller zeigten anschließend Bilder aus den Eisenbach-wiesen, dem größten Naturschutzgebiet in der Verbandsgemeinde. Nach einer Kaffee-Pause mit leckerem Kuchen gab Joachim Kuchinke Einblicke in das Tagebuch eines Mauersegler-Pfleglings, dessen Überleben in diesem Sonderfall nur durch Handaufzucht gelang. Anschließend zeigte wiederum Marcel Weidenfeller wie Lebensräume aus zweiter Hand beim eigenen Hausneubau angelegt und tiergerecht gestaltet werden können. Dazu gehören nämlich viele ökologische Nischen, Terrassierung, Gehölze, Teiche, Nisthilfen, Grünanlagen und unterschiedlichste Baumaterialien im Neubau oder bei der Renovierung. Philipp Schiefenhövel von der Masgeik-Stiftung informierte über aktuelle Entwicklungen und über den Stand der Ausbreitung unserer Wildkatze.

 

Prof. Dr. Klaus Fischer referierte über aktuelle Entwicklungen in Natur und Landschaft, sowie über das rasche Schwinden der Biodiversität und der Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Am Beispiel des Braunkehlchens und weiterer Wiesen- und Feldvögel zeigte er den rapiden Rückgang auf und stellte Möglichkeiten vor dem entgegenzuwirken.

 

In wunderschönen und zauberhaften Bildern zeigte Wolfgang Burens Tiere, v.a. Vögel, Pflanzen, Jahreszeiten und unsere Landschaften, die die meisten Westerwälder sicher so noch nie wahrgenommen haben. Mit einem kleinen Abendimbiss und netten Gesprächen klang die tolle Veranstaltung zum 30. Jährigen Bestehen der NABU Gruppe Hundsangen gemütlich aus.

 

Aufgrund der kürzlich erst erfolgten Übertragung des ehemaligen Panzerübungsplatzes Westerburg an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe fand mit dem Vereinsvorsitzenden Bruno Koch vom NABU Guckheim und Peter Fasel vom NABU Hundsangen am darauffolgenden Sonntag eine gemeinsame Rundwanderung als „Abschluss-Veranstaltung zur 30-Jahrfeier“ über die ca. 170 ha große Stiftungsfläche zwischen Westerburg und Ailertchen statt, wobei über 30 Interessierte den Ausführungen der beiden NABU-Vorsitzenden folgten.

 

Unter anderem durch die Aktivitäten der Gruppe Vielfalt sorgt für Vielfalt im NABU Hundsangen, die viele Anregungen für die naturnahe Begrünung der Gärten und Anlagen entwickelt, sowie durch regelmäßige Pressemitteilungen, das Veranstaltungsprogramm, NABU on Tour, unsere Homepage (www.nabu-hundsangen.de) und die Kooperation mit weiteren Naturfreunden hat die Anzahl der Vereinsmitglieder deutlich auf über 800 Personen zugenommen. Wir freuen uns auf weitere UnterstützerInnen, schauen Sie doch einfach mal bei einen der vielen Veranstaltungen des NABU Hundsangen vorbei!

(Text: Peter Fasel)

 

Die Referenten (von links): Dipl. Biol. Peter Fasel, Marcel Weidefeller, Wolfgang Burens, Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel, Joachim Kuchinke, Prof. Dr. Klaus Fischer (Fotos: Martin Dietz)
Die Referenten (von links): Dipl. Biol. Peter Fasel, Marcel Weidefeller, Wolfgang Burens, Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel, Joachim Kuchinke, Prof. Dr. Klaus Fischer (Fotos: Martin Dietz)

NAJU-Gruppe Hundsangen sucht Projektleiter und Betreuer

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an Marcel Weidenfeller, Tel.: 06435 / 408351 oder

Der Star ist Vogel des Jahres 2018

Foto: Marcel Weidenfeller
Foto: Marcel Weidenfeller

Für das Jahr 2018 haben der NABU und der LBV den Star zum Vogel des Jahres gekürt.

Der Star zählt zu den häufigsten Singvögel in Deutschland, wird in Kinderliedern besungen oder ist als "Kirschendieb" im heimischen Garten bekannt.

Auf den Waldkauz 2017 folgt damit ein Singvogel. Der Bestand des Stars hat in den letzten Jahrzenten stark abgenommen, so dass er inzwischen auf der Roten Liste steht.

Lesen sie mehr unter: Vogel des Jahres 2018

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