Willkommen beim NABU Hundsangen

Für Mensch und Natur

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114 Euro von jedem EU-Bürger. Aber kaum Geld für naturverträgliche Landwirtschaft?

58 Milliarden Euro zahlen wir jährlich für Agrarsubventionen. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Doch nur ein Bruchteil davon fließt an Landwirte für Maßnahmen, die Vögel und Insekten retten. Das muss sich jetzt ändern – mit einer Reform der EU-Agrarpolitik!

Ob Feldlerche, Hummel oder Schmetterling – auf unseren Äckern zwitschert, summt und flattert es immer weniger. Die intensive Landwirtschaft und eine verfehlte Agrarpolitik der EU tragen die Hauptschuld an diesem europaweiten Vogel- und Insektensterben. Es gibt viel zu wenig Anreize für Landwirte, naturverträglich zu wirtschaften. Stattdessen fließen milliardenschwere Subventionen überwiegend in die intensive Landwirtschaft. Die Folge: hohe Pestizidbelastungen und überdüngte, ausgeräumte Flächen ohne Hecken und Ackerrandstreifen.

Jetzt müssen wir dieses System verändern, wenn wir das Artensterben aufhalten wollen. Die derzeitigen Verhandlungen zur EU-Agrarpolitik bieten uns die einmalige Chance, das Ruder noch herumzureißen. Schreiben Sie jetzt Ihrem Europa-Abgeordneten, dass wir eine neue Agrarpolitik brauchen – für Mensch und Natur!

Hier finden Sie weitere Infos, was schief läuft in Europas Landwirtschaft und wie wir sie naturverträglich gestalten können. Oder sie können sich dieses PDF direkt runterladen.

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Aktionsleitfaden Agrarkampagne 114 Euro
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NABU onTour 2018

"Landwirtschaft in neuem Gewand" Von solidarischer Landwirtschaft zu traditionellen Kulturtechniken

 Hundsangen/Hadamar - Samstag 1. September 2018

 

NABU Hadamar und Hundsangen erkundeten mit 50 Teilnehmern alternative Landwirtschaft und Naturschönheiten im Taunus

 

Die NABU Gruppen Hadamar und Hundsangen besuchten gemeinsam mit dem Bus zunächst einen alternativ geführten Landwirtschaftsbetrieb und ein sehr erfolgreiches Naturschutzprojekt der NABU-Gruppe Wehrheim. Zielsetzung des Projektes ist der Flächenerwerb und die mit der Gemeinde und der Flurbereinigungsbehörde durchgeführten und abgestimmten Auen-Renaturierungsmaßnahmen. Hierbei konnten viele Arten- und Heckenschutzmaßnahmen realisiert werden. Letztes Ziel war der Hessenpark in Neu-Anspach, der an diesem Wochenende nicht nur alte Gebäude und Handwerkstechniken in und außerhalb zur Schau und zum Kennenlernen vorstellte, sondern auch einen großen Pflanzenmarkt auf dem gesamten Gelände und in den historischen Gebäuden bot.

 

Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Dies betrifft alle Betriebszweige und geht mit einer deutlich intensiveren Flächenbewirtschaftung sowie Tierhalteverfahren wie z.B. der Schweine- oder Hühnermast einher. Lediglich ein Teil der Biobetriebe, viele Bergbetriebe und die Schäfer haben sich in den letzten Jahrzehnten mit einem Anteil von 5-6% kleinstrukturierter erhalten können. Bei der solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere private Haushalte (die sog. Anteilseigner) die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebes, wofür sie im Gegenzug dessen Ernte erhalten. Damit ist der Landwirt unabhängig von Zwängen und Preisen des Marktes. Der besuchte Betrieb produziert überwiegend pflanzliche Produkte, hinzu kommt ein geringer Anteil an Eier- und Fleischproduktion (Rinder, Enten, Gänse, Schafe, Hühner). Auf 30 ha werden in Mischkultur über 30 verschiedene Gemüse und Kartoffelsorten angebaut. In diesem trockenen Jahr war dies nur mit erheblicher Bewässerung möglich. Aufgrund der starken Hitze bzw. Trockenheit mussten Ackerflächen mit Tomaten und Gemüsepflanzen unter Folie wochenlang zusätzlich bewässert werden (www.solawi-sonnenhof.de). Großen Wert legt der Hof ebenfalls auf eine ökologische Ausrichtung seiner Flächen hinsichtlich Hecken, Obstbäumen und Blühflächen.

 

Nächstes Ziel war Wehrheim am östlichen Taunus, wo uns die Mitglieder der NABU-Gruppe Wehrheim in einer zweistündigen Wanderung durch die Auwiesen mit Heilpflanzen, Biotopen, Gehölzsäumen, Sumpfwiesen, Tümpel, Altgewässer sowie seltener Flora und Fauna führt. Besonders artenreich und bunt waren an Talhängen Magerrasen mit Vögeln wie dem Steinkauz und seltenen Insekten sowie Schutzanlagen mit Brutkästen und unterschiedlichen Nisthilfen.

 

Letztes Ziel war der Hessenpark bei Neu-Anspach. Dort war Zeit für einen Rundgang und Besichtigung der hessischen Architektur von Wohn- und Hofgebäuden, die allesamt aus den letzten Jahrhunderten stammen. In vielen Gebäuden finden sich alte Haushaltsgeräte, Gegenstände der Landwirtschaft und Geräte der Forst- oder Gewässerunterhaltung. In den Gärten stehen alte Heil-, Färbe- und Nutzpflanzen wie Hanf. Zu sehen sind überdies alte Haustierrassen. An dem Tag fand in allen Teilen des Hessenparks zugleich auch ein Pflanzenmarkt statt.

 

Nach dem Abendessen brachte der Bus die naturinteressierte Reisegruppe wieder in den Westerwald zurück, bereichert durch viele neue Beobachtungen und Erlebnisse.

 (Text: Peter Fasel / Fotos: Martin Dietz)

Vom NABU Bundesverband

30 Jahre NABU Hundsangen - 30-Jahr-Feier begeistert mit tollen Vorträgen

Hundsangen, vom Samstag, 11. August 2018

 

Bei bestem Wetter feierte der Naturschutzbund (NABU) Hundsangen am 11.8.2018 sein 30-jähriges Bestehen. Die historische „Eidts-Fritze-Schauer“ in Hundsangen war passende Kulisse für die Naturfreunde aus der Verbandsgemeinde Wallmerod, die Referenten sowie Ehrengäste. Hierzu zählte auch die NABU-Vorsitzende Cosima Lindemann und weitere Vereinsvorsitzende und Repräsentanten aus dem rheinland-pfälzischen und hessischen Westerwald sowie befreundete Naturschutzgruppen,-verbände und Stiftungen.

 

In einem Rückblick mit Bildern zeigte Peter Fasel eine Bilanz ausgewählter Projekte und Entwicklungen der letzten 3 Jahrzehnte. Mit Hilfe der Grundeigentümer oder Fördermittel der Unteren Naturschutzbehörde wurden über 400 hochstämmige Obstbäume sowie über 1500m Feldhecken angelegt, die zum überwiegenden Teil bereits wieder gepflegt worden sind. Die Pflege der Feldgehölze sowie der Obstbaumschnitt soll auch zukünftig ein Schwerpunkt bleiben. Landwirte und Grundeigentümer werden bei besonders geschützten Arten und in Schutzgebieten über Förderungen beraten. Eine gute Akzeptanz trotz allgemeinem Rückgang unserer Rauch- und Mehlschwalben sowie unserer Eulen hat die Zusammenarbeit mit den Landwirten ergeben. Lokal konnte der Bestand gestützt und sogar gefördert werden. In unseren Schulen oder Kindergärten war Leander Hoffmann besonders aktiv durch die Anleitung zum Bau von Nisthilfen für Vogelarten und Wildbienen.

 

Der stellvertretende Vorsitzende Marcel Weidenfeller stellte Vereinsmitglieder und weitere Aktive im Einsatz vor. Martin Dietz und Marcel Weidenfeller zeigten anschließend Bilder aus den Eisenbach-wiesen, dem größten Naturschutzgebiet in der Verbandsgemeinde. Nach einer Kaffee-Pause mit leckerem Kuchen gab Joachim Kuchinke Einblicke in das Tagebuch eines Mauersegler-Pfleglings, dessen Überleben in diesem Sonderfall nur durch Handaufzucht gelang. Anschließend zeigte wiederum Marcel Weidenfeller wie Lebensräume aus zweiter Hand beim eigenen Hausneubau angelegt und tiergerecht gestaltet werden können. Dazu gehören nämlich viele ökologische Nischen, Terrassierung, Gehölze, Teiche, Nisthilfen, Grünanlagen und unterschiedlichste Baumaterialien im Neubau oder bei der Renovierung. Philipp Schiefenhövel von der Masgeik-Stiftung informierte über aktuelle Entwicklungen und über den Stand der Ausbreitung unserer Wildkatze.

 

Prof. Dr. Klaus Fischer referierte über aktuelle Entwicklungen in Natur und Landschaft, sowie über das rasche Schwinden der Biodiversität und der Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Am Beispiel des Braunkehlchens und weiterer Wiesen- und Feldvögel zeigte er den rapiden Rückgang auf und stellte Möglichkeiten vor dem entgegenzuwirken.

 

In wunderschönen und zauberhaften Bildern zeigte Wolfgang Burens Tiere, v.a. Vögel, Pflanzen, Jahreszeiten und unsere Landschaften, die die meisten Westerwälder sicher so noch nie wahrgenommen haben. Mit einem kleinen Abendimbiss und netten Gesprächen klang die tolle Veranstaltung zum 30. Jährigen Bestehen der NABU Gruppe Hundsangen gemütlich aus.

 

Aufgrund der kürzlich erst erfolgten Übertragung des ehemaligen Panzerübungsplatzes Westerburg an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe fand mit dem Vereinsvorsitzenden Bruno Koch vom NABU Guckheim und Peter Fasel vom NABU Hundsangen am darauffolgenden Sonntag eine gemeinsame Rundwanderung als „Abschluss-Veranstaltung zur 30-Jahrfeier“ über die ca. 170 ha große Stiftungsfläche zwischen Westerburg und Ailertchen statt, wobei über 30 Interessierte den Ausführungen der beiden NABU-Vorsitzenden folgten.

 

Unter anderem durch die Aktivitäten der Gruppe Vielfalt sorgt für Vielfalt im NABU Hundsangen, die viele Anregungen für die naturnahe Begrünung der Gärten und Anlagen entwickelt, sowie durch regelmäßige Pressemitteilungen, das Veranstaltungsprogramm, NABU on Tour, unsere Homepage (www.nabu-hundsangen.de) und die Kooperation mit weiteren Naturfreunden hat die Anzahl der Vereinsmitglieder deutlich auf über 800 Personen zugenommen. Wir freuen uns auf weitere UnterstützerInnen, schauen Sie doch einfach mal bei einen der vielen Veranstaltungen des NABU Hundsangen vorbei!

(Text: Peter Fasel)

Die Referenten (von links): Dipl. Biol. Peter Fasel, Marcel Weidefeller, Wolfgang Burens, Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel, Joachim Kuchinke, Prof. Dr. Klaus Fischer (Fotos: Martin Dietz)
Die Referenten (von links): Dipl. Biol. Peter Fasel, Marcel Weidefeller, Wolfgang Burens, Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel, Joachim Kuchinke, Prof. Dr. Klaus Fischer (Fotos: Martin Dietz)

NAJU-Gruppe Hundsangen sucht Projektleiter und Betreuer

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an Marcel Weidenfeller, Tel.: 06435 / 408351 oder

Der Star ist Vogel des Jahres 2018

Foto: Marcel Weidenfeller
Foto: Marcel Weidenfeller

Für das Jahr 2018 haben der NABU und der LBV den Star zum Vogel des Jahres gekürt.

Der Star zählt zu den häufigsten Singvögel in Deutschland, wird in Kinderliedern besungen oder ist als "Kirschendieb" im heimischen Garten bekannt.

Auf den Waldkauz 2017 folgt damit ein Singvogel. Der Bestand des Stars hat in den letzten Jahrzenten stark abgenommen, so dass er inzwischen auf der Roten Liste steht.

Lesen sie mehr unter: Vogel des Jahres 2018

Wir stellen unser Projekt vor: Lebensraum Dorf – Vielfalt sorgt für Vielfalt

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