WILLKOMMEN BEIM NABU HUNDSANGEN

Für Mensch und Natur

Veranstaltungstipp für März 2019:

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Jahreshauptversammlung des NABU Hundsangen

Veranstaltung vom Freitag 08.03.2019 - Leitung: Marcel Weidenfeller, Ollmersch-Halle Hundsangen

Die Jahreshauptversammlung des Naturschutzbundes Hundsangen (NABU) fand wieder im Foyer der Ollmersch-Halle in Hundsangen statt. Neben den alljährlichen Regularien wie Tätigkeitsbericht, Kassenprüfung und Beschlüsse stellte Leander Hoffmann in Form einer PowerPoint-Präsentation die „Feldlerche -Vogel des Jahres 2019-“ vor.

 

Marcel Weidenfeller begrüßte alle anwesenden Mitglieder und Gäste und dankte den Mitgliedern des Vorstandes und allen Aktiven für Ihr Engagement im vergangenen Jahr. In einer Schweigeminute wurde dann den Verstorbenen gedacht.

Weiter berichtete er über die Im Jahr 2019 anstehenden Ehrungen langjähriger Mitglieder für zwanzig,- und dreißigjährige Mitgliedschaft.

 

Das ausgelegte Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung sowie der Tätigkeitsbericht 2018 stieß ebenfalls auf Interesse der Anwesenden und sind auf unserer Homepage www.nabu-hundsangen veröffentlicht.

 

Der Vorstellung des Kassenberichtes 2018 durch Jochen Hannappel folgte die Aussprache der Kassenprüfer Harald Anzion und Markus Duchscherer. Mit Enthaltung der Vorstandsmitglieder ergab die Abstimmung einstimmig eine Entlastung von Schatzmeister und Vorstand. Weidenfeller dankte dem Kassenwart und den Kassenprüfern für ihre gewissenhafte Tätigkeit im abgelaufenen Jahr.

 

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Erweiterung des Vorstandes um einen Beirat. Im Anschluss an Wortmeldungen und Diskussion wurden die Mitglieder Barbara Rausch und Martin Dietz einstimmig in den Beirat gewählt.

 

Im Bezug auf die Verlegung des zum Teil rückgebauten Waldlehrpfades fand am 19.01.2019 eine Begehung der Alternativtrasse „Molsberger Allee“ mit Mitgliedern des Gemeinderates, Bürgermeister und Förster statt.

Um zu einer abschließenden Entscheidung zu kommen, ist ein weiterer Begehungstermin im März/April geplant.

 

Martin Dietz und Marcel Weidenfeller präsentierten Naturaufnahmen aus den Eisenbachwiesen, Naturschutzgebieten sowie aus Aktivitäten im vergangenen Jahr, wie Winterwanderung im Wildpark Weilburg, Nabu on Tour, Blühstreifenprojekt und Begleitung einer Bachelorarbeit in den umliegenden Fledermausstollen.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab Marcel Weidenfeller per Powerpoint Präsentation wieder einen Rückblick in Bildern der durchgeführten Maßnahmen und der vielen Veranstaltungen und Wanderungen, an denen auch wieder Neumitglieder oder Naturfreunde benachbarter Vereine teilgenommen haben. Einzelne Bilder werden auf der Homepage des NABU-Hundsangen rückblickend dargestellt. Das Veranstaltungsprogramm 2019, das seit Jahresanfang gedruckt ausliegt, ist auf unserer Homepage www.nabu-hundsangen.de. einzusehen.

 

Text: Jochen Hannappel / Fotos: Martin Dietz


Obstbaumschnittkurs in Herschbach

Veranstaltung vom Samstag 16.2.2019 - Leitung: Marcel Weidenfeller + Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel, Herschbach (OWW)

Kürzlich hatten der NABU Hundsangen zusammen mit der Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg zu einem ausführlichen Obstbaumschnittkurs nach Herschbach (OWW) eingeladen, der bei insgesamt 37 Teilnehmern auf großes Interesse stieß. Nach der Begrüßung wurden zunächst die theoretischen Hintergründe zum Obstbaumschnitt von den beiden Referenten Marcel Weidenfeller (NABU Hundsangen) und Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel (Masgeik-Stiftung) erläutert. So erfuhren die Teilnehmer, wie die heutigen Streuobstsorten entstanden. Die verschiedenen Epochen des Streuobstanbaus mit der Blütezeit im 19 Jahrhundert und den Rückgängen seit Mitte des 20 Jahrhunderts wurden thematisiert. Die enorme Artenvielfalt der Streuobstwiesen wurde in zahlreichen Fotos von Tieren, Pflanzen und Obstsorten demonstriert. Weiter gingen die Referenten auf die verschiedenen Knospenformen von Obstgehölzen sowie deren Kronenformen ein und demonstrierte an mitgebrachten Zweigen von Apfel, Birne, Zwetschge, Walnuss, Mirabelle und Co, was beim Schnitt der verschiedenen Streuobstarten und zwischen Kern- und Steinobst zu beachten ist. So tragen die meisten Sorten von Sauerkirsche und Pfirsich z.B. nur am einjährigen Holz auch Früchte, was man bei der Pflege und dem Schnitt der Gehölze beachten muss. Nach einer ausgiebigen Mittagspause in der Bäckerei Hofmann wurde das soeben erworbene Wissen dann durch den Schnitt junger und alter Obstbäume am Ortsrand von Herschbach umgesetzt. Wie im Theorieteil nahmen der Pflanz- der Erziehungs- und der sogenannte Verjüngungsschnitts einen wichtigen Platz im Kursprogramm ein. Durch die aktive Beteiligung aller Teilnehmer konnten eine Menge praktischer Tipps und viele interessante Informationen rund um den Obstbaumschnitt gesammelt und mit nach Hause in den eigenen Garten genommen werden. Die frühlingshaften Temperaturen, hunderte ziehende Kraniche und toller Sonnenschein rundeten das Programm der beiden Naturschutzorganisationen erfolgreich ab.

Text und Fotos: Marcel Weidefeller

 

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Vom NABU Bundesverband

NABU wählt Feldlerche zum Vogel des     Jahres 2019

Typischer Agrarvogel im Sinkflug – Mitmach-Aktion „Meine 114 Euro“ startet

 

Mainz – Der NABU hat die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbindet der Verband die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft. Damit kürte der NABU die Feldlerche zum zweiten Mal zum „Vogel des Jahres“ nach 1998.

 

„Diese Ehre wurde bisher nur wenigen Vögeln zuteil. Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug, um die Art zu retten. Denn der alarmierende Rückgang bei den Beständen dieses ehemaligen Allerweltsvogels setzte sich fort“, sagt Ann-Sybil Kuckuk, Naturschutzreferentin des NABU Rheinland-Pfalz. „Nur noch wenige kennen und hören den Gesang der Feldlerche am Himmel. Intensivkulturen mit Wintergetreide, Mais und Raps, fehlende Brachflächen und der Rückgang von Insekten verringern ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage“, so Kuckuk.

 

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU fordert deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern. Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden Euro Agrarsubventionen überwiegend als pauschale Flächenprämien an Landwirte. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Diese Gelder müssen künftig statt in Massenproduktion gezielt für eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden, um Arten wie die Feldlerche zu retten. Bisher haben sich jedoch weder die Bundeskanzlerin noch ihre Agrarministerin Julia Klöckner am Verhandlungstisch in Brüssel klar dazu bekannt. Die Feldlerche – und mit ihr unsere ländlichen Lebensräume mit ihrer ganzen Artenvielfalt – haben jedoch nur eine Chance, wenn die Bundesregierung auf EU-Ebene die Weichen der Agrarpolitik richtig stellt.

 

NABU ruft bei der Mitmach-Aktion „Meine 114 Euro“ Bürgerinnen und Bürgern auf unter www.NeueAgrarpolitik.eu ihre Wünsche an eine Agrarreform EU-Parlamentariern aus ihrem Wahlkreis zu übermitteln und so zur Rettung der Feldlerche und anderer Feldvögel beizutragen.

 

Mit zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren gehört die Feldlerche immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Allerdings befinden sich ihre Bestände in einem deutlichen Sinkflug. Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Zwischen 1990 und 2015 gab es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent, wie offizielle Monitoringdaten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten belegen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist die Feldlerche bereits völlig verschwunden. Ein Bild, das sich so auch in Rheinland-Pfalz wiederspiegelt: hier ist der Jahresvogel mit 70.000-120.000 Brutpaaren ebenfalls noch häufig vertreten. Da seine Bestände aber im gleichen Maße abnehmen wie bundesweit, gilt er auch hier als gefährdet.

 

Die Nahrung der Feldlerche ist abhängig von den Jahreszeiten. In den kalten Monaten begnügt sie sich mit Pflanzenteilen und Sämereien. Im Frühling kommen Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere dazu, die besonders für den Feldlerchen-Nachwuchs ein wichtiges  Kraftfutter sind.

 

Die Feldlerche kann in der heutigen Agrarlandschaft wegen der schnell und dicht aufwachsenden großflächigen Intensivkulturen oft nur noch eine Brut aufziehen. Wo auf riesigen Flächen nur noch undurchdringbares Wintergetreide, Raps oder Mais wachsen, fallen die überlebenswichtigen zweiten und dritten Bruten aus. Wenn die Lerchen deswegen auf die vegetationsfreien Fahrspuren im Feld ausweichen, werden sie häufig Opfer von Nesträubern oder von Maschinen überrollt. Heute fehlt meist die Auflockerung der Landschaft durch Brachen, Sommergetreide oder extensiv genutztes Grünland, wo die Vögel auch im späten Frühjahr noch brüten könnten. Hielten sich 1990 noch Brach- und Maisanbauflächen die Waage, gab es 2010 bereits zwanzig Mal mehr Maisflächen. Auch in Überwinterungsgebieten des Zugvogels haben sich die Nahrungsbedingungen für die Feldlerche durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert.

 

Der Feldlerche hilft dann auch ihre perfekte Tarnung nicht mehr. Mit nur 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie im Stoppelfeld gut getarnt. Ihr einziger Schmuck besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleine Federhaube.

 

Unsere Ohren nehmen Feldlerchen eher wahr als die Augen. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind. Ihr scheinbar endlos tirilierender Gesang bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. War es früher oft unmöglich, aus diesem Geräuschteppich einen einzelnen Vogel herauszuhören, ist es heute eine Freude, überhaupt eine Lerche zu hören. In manchen Gegenden ist der Himmel über den Feldern sogar bereits stumm.

Die Farbbroschüre „Vogel des Jahres 2019 – Die Feldlerche“ (Art. Nr.: 2527), DIN A5, 44 Seiten gibt es im NABU-Shop unter www.NABU-shop.de sowie unter www.lbv-shop.de

 

NAJU-Gruppe Hundsangen sucht Projektleiter und Betreuer

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an Marcel Weidenfeller, Tel.: 06435 / 408351 oder

Es kommt selten vor, dass wir einen Vogel zum zweiten Mal als Vogel des Jahres ausrufen. Die Feldlerche war es schon einmal, und zwar 1998. Schon damals warnten wir davor, dass der begabte Himmelsvogel in vielen Gebieten Deutschlands selten oder gar aussterben wird. Seitdem ist mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden.

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

Lesen sie mehr unter: Vogel des Jahres 2019

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