Insektensommer 2021 vom 6. bis 15. August

Beim Insektensommer zählen wir, was zählt

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“ und das in diesem Jahr schon zum vierten Mal. Der erste Zählzeitraum 2021 ist vorbei. Vom 6. bis 15. August geht es aber in die nächste Runde und Sie können erneut das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung entdecken und uns melden. Der Insekten-sommer ist eine Gemeinschaftaktion von NABU und LBV und ihres gemeinsamen Partners naturgucker.de. 

Schwarzgelb, unbeliebt, aber auch unersetzlich: Wespen haben ein Imageproblem. Jetzt im Hochsommer sind die Hautflügler wieder unterwegs und stören uns beim Eis essen und Grillen. Beim deutschlandweiten Insekten-sommer kann man die Tiere besser kennen- und schätzen lernen. „Wir wollen sehen, ob es in diesem Jahr wie vermutet aufgrund des kühlen und verregneten Frühlings weniger Wespen gibt“, so NABU-Insektenexpertin Dr. Laura Breitkreuz, „Auch, wenn das viele Menschen freuen dürfte – die Tiere sind enorm wichtig.“ So bestäuben auch Wespen Nutzpflanzen, sie vertilgen Schädlinge, wie Blattläuse und Spannerlarven und nützen so in Land-wirtschaft und Gartenbau. Zudem beseitigen sie als geflügelte Gesundheitspolizei Aas. Wer bei Wespen gleich ans Stechen denkt, liegt falsch: Nur etwa jede fünfte der weltweit rund 137.000 Wespenarten hat einen Wehrstachel. Die in Deutschland häufige Gemeine Wespe, die uns jetzt vielfach begegnet, gehört jedoch dazu. Wer die Tiere aber nicht bedrängt oder nach ihnen schlägt, hat wenig zu befürchten.

Um belastbare Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen bei der Insektenzählung mitmachen. „Im vergangenen Jahr gab es in Rheinland-Pfalz über 700 Meldungen, deutschlandweit wurden sogar fast 10.000 Meldungen geknackt“, sagt Torsten Collet vom NABU Rheinland-Pfalz. „In diesem Jahr kamen bei der ersten Zählung im Juni schon über 300 Meldungen aus Rheinland-Pfalz zusammen. Das freut uns sehr und wir hoffen die 700 Meldungen des letzten Jahres noch toppen zu können. Denn nur was man kennt und schätzt, kann man auch schützen.“

Eine besondere Rolle beim Insektensommer spielt wie im Vorjahr der Marienkäfer, von dem es in Deutschland rund 70 Arten gibt. Breitkreuz: „Wir wollen herausfinden, ob der heimische Siebenpunktmarienkäfer oder der Asiatische Marienkäfer häufiger zu sehen ist. Letzterer wurde erst vor wenigen Jahrzehnten eingeschleppt. Wie weit sich die invasive Art bereits verbreitet hat, soll der Insektensommer zeigen.“ Im Juni lag der Asiatische Marienkäfer vorne.

Beobachten und zählen ist ganz einfach und fast überall möglich: Ob Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss, das Beobachtungsgebiet sollte nur einen maximalen Umkreis von etwa zehn Metern nicht überschreiten. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Onlineformular oder über die kostenlose Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de abrufbar.

Jeder in einer Stunde gesichtete Sechsbeiner soll gezählt und gemeldet werden. Jetzt im August gilt dabei folgenden in Deutschland häufig vorkommenden Arten besondere Aufmerksamkeit: Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd. Wer diese Tiere nicht kennt, kann sie ganz einfach mit dem NABU-Insektentrainer (siehe Button weiter unten) unterscheiden lernen. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

 


Die neue Web-App „NABU Insektensommer“

Mit der kostenlosen neuen Web-App „NABU Insektensommer“ lassen sich viele der in Deutschland heimischen Insekten bestimmen und per Smartphone bei der Mitmachaktion „Insektensommer“ melden.

Die neue Web-App „NABU Insektensommer“ enthält  mit 457 ausführlichen, bebilderten Insektenporträts jede Menge Informationen über diese faszinierenden Tiere. Viel Spaß beim Eintauchen in die Vielfalt der uns umgebenden kleinen Krabbler, Flieger und Hüpfer!


Für Erwachsene und Kinder zum Download


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NABU Insektensommer Zählhilfe August 2021 - für Sie zum Download
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NABU Insektensommer Zählhilfe für Kinder - August 2021 - für Sie zum Download
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NABU Insektensommer Aktionsheft Kleine Raupe Nimmersatt - für Sie zum Download (24 Seiten)
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Welche Art können Sie häufiger entdecken?

Die Entdeckungsfrage 2021 dreht sich um zwei Marienkäfer

Wir kennen sie, wir lieben sie. Marienkäfer sind gute Flieger und so niedlich wie nützlich. Die Entdeckungsfrage wechselt alle zwei Jahre und unterstützt seit 2020 den Insektensommer:

Welchen Marienkäfer können Sie entdecken?

In Deutschland gibt es ungefähr 70 verschiedene Marienkäferarten. Am häufigsten entdecken wir in Deutschland den einheimischen Siebenpunkt-Marienkäfer und den Asiatischen Marienkäfer, der erst vor wenigen Jahren vom Menschen eingeführt wurde. Vielerorts verdrängt der Asiatische Marienkäfer den Siebenpunkt und andere einheimische Marienkäferarten.


Alle Daten auf einen Blick

Welche Insekten und vor allem wie viele Krabbler wurden gezählt? In der Ergebniskarte des Insektensommers bekommen Sie einen Überblick über die Beobachtungspunkte (also die verschiedenen Insekten an eine, Ort), Arten, Lebensräume und alle eingegangenen Meldungen. Auch die verschiedenen Monate können Sie vergleichen, einfach die Meldezeiträume wechseln.


Insekten-Nisthilfen selbst anfertigen

Bastelanleitungen von Adolf Ziska, NABU Gelsenkirchen

Insektenquartiere und Nisthölzer lassen sich problemlos selbst herstellen. Die erste vorgeschlagene Ausführung ist eine Zierde auf jedem Balkon oder an einer Wand in Terrassennähe. Sie ist bestückt mit Holunderabschnitten, Besenstiel-Rundhölzern sowie zugeschnittenen Holzklötzen.

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